| «Alles nichts wie Scheiße!» |
| Sprach der Staatssekretär — |
| Alter Leute Steiße |
| Riechen ordinär |
| Und wenn sie da sitzen |
| Und behördlich schwitzen |
| Kriecht ein Furz durch den Mund |
| Ganz ohne Grund |
| Stinkt sich gesund |
| Und tritt dann |
| Den Dienstweg an |
| Mit Pedanterie — |
| Das ist Demokratie! |
| Er rieselt ins morsche Gehirn |
| Eines senilen Ministers |
| Pieselt als Schweiß durch die Stirn |
| Und der Minister kriegt Durst |
| Und leckt sich die Lippen, dabei |
| Steigt ihm der Furz bis zum Halse! |
| Er niest und er ächzt und er schnaubt und er sprüht — |
| Und dann wird es auch dem Minister zu dumm |
| Er macht eine Pause |
| Möcht' gern nach Hause |
| Hält sich den Bauch — |
| Und dann lässt er den Furz an der richtigen Stelle heraus! |
| Und jetzt ist der Furz nicht mehr nur Geschwätz |
| Sondern ein Gesetz! |
| Zwar noch immer Scheiße, aber präzisiert |
| Daher wird der Furz jetzt sauber registriert — |
| Kommt in eine Mappe |
| Mit einer schönen Klappe |
| Und einer Nummer am Schurz |
| Trifft auch ganz kurz |
| Brüdergefurz |
| Und kriegt einen Stempel |
| Dem geht jeder auf den Leim — |
| Nämlich das Wort «Geheim»! |
| Er kommt ins Parlament |
| Dort wird er manchmal gerochen — |
| Aber, impotent |
| Wird über ihn debattiert! |
| Dann sagt ein Redner: «Hohes Haus |
| Dieser Furz muss raus!» |
| Und das sind die richtigen Worte |
| Die kriegen viel Applaus! |
| Dann wird — |
| Der Furz — |
| Dem Volk — |
| Geschenkt! |
| «Alles nichts wie Scheiße!» |
| Sprach der Staatssekretär |
| «Aber diese Scheiße ist jetzt im Verkehr! |
| Weil sie so bequem ist |
| Weil sie kein Problem ist |
| Schlucken wir sie ganz frei |
| Furzen dabei |
| Selber entzwei |
| Was uns zum Menschen macht |
| Anstatt nur zum Vieh — |
| Das ist Demokratie!» |