| Die Welt ging unter am Zürichsee, |
| Bei dreißig Grad im Schatten. |
| Und wir hatten uns nichts mehr zu sagen, |
| Es gab keine Antwort, denn es gab keine Fragen, |
| Die Sonne malte Kringel auf den Tisch, |
| Über Dächern steht Hitze, in der ich friere. |
| Es ist die gleiche Stadt wie damals, |
| In der wir niemanden sah’n als uns, |
| In dem Hotel, mit Plüschgardinen, |
| Vergilbten Tapeten, verstaubten Vitrinen, |
| Als unsre Liebe einfach war. |
| Und in der gleichen Stadt wie damals |
| Sagst du, ich war zu lang nicht frei, |
| Ich will keine Szenen, ich will keine Tränen, |
| Will endlich das kurze Leben genießen, |
| Dazu gehör'n mehr als wir zwei. |
| Die Welt ging unter am Zürichsee, |
| Bei dreißig Grad im Schatten. |
| Und die Stadt liegt blank im Mittagslicht, |
| Ein Blatt malt Schatten auf dein Gesicht, |
| Und jeder sieht, was ich nicht sehen will, |
| Die Liebe starb, die Zeit steht still. |
| Die Welt ging unter am Zürichsee, |
| Bei dreißig Grad im Schatten. |