Testo Anatol - Angizia

Anatol - Angizia
Informazioni sulla canzone In questa pagina puoi leggere il testo della canzone Anatol , di -Angizia
Canzone dall'album: Des Winters finsterer Gesell
Nel genere:Музыка мира
Data di rilascio:08.04.2022
Lingua della canzone:Tedesco
Etichetta discografica:Angizia

Seleziona la lingua in cui tradurre:

Anatol
In Nebels bleichsüchtigem Schein hört, ja sieht man einige Augenblicke später
und eine Waldlichtung weiter, weit hinter dem finsteren Gesell, ein großes,
hageres Männlein mit Clownfratze und rotem Kussmund durch den tief
verschneiten Wald stapfen. Dem Anschein nach ist’s wohl der schnöde
Anatol, ein schriller Knecht aus dem Ferner Tal. Aus seinem prall gefüllten
grauen Armeerucksack ragt nebst karg verschneiter Schallplatten matt,
doch golden der Trichter eines alten Grammophons hervor. Das beachtliche
Gewicht des Rucksacks krümmt den fahrigen Gefolgsmann deutlich vorwärts.
In seiner rechten Hand hält er eine lange und leise dahin scheppernde Kette,
die an einem brüchigen Holzschlitten befestigt ist und diesen ohne großen
Aufwand den steilen Weg hinauf zieht. Auf dem Schlitten liegen — gestapelt über
einem Spaten, mit einem langen Juteseil niedergebunden — mehrere Holzkreuze
übereinander. Wie sich später herausstellen wird wurde auf allen das gleiche
Datum eingelassen. Ohne Zweifel gehört hier einer zum anderen: Der finstere
Gesell zu seinem Knecht, und der Knecht zu seinem Herrn. Ein dunkler,
ja gespenstisch anmutender «Kreuzweg» führt die beiden Gesellen mit schweren
Schritten immer weiter hinauf zu den Einödhöfen, die nur mehr spartanisch
bewohnt sind und in diesem strengen Winter nahezu untergehen.
Schritte. Wind.
Was bin ich niederträchtig im abendstillen Tann.
Ich fühle bang und mächtig,
als rühre mich ein höh'res Leben an.
Ich bin ein Knecht des Waldes.
Weh…
Weh…
Cello
Ich bin ein Clown in Rouge und Pelz
und bring‘euch Teufels Fels.
(flüstert)
Kreuze bring‘ich, ja… ja…
Sie.funkeln schön und (zieht die Nase hoch) riechen fein,
ich grab‘sie händisch ein.
Der Gesel ist ein böser Mann…
böse…
böse…
Dieser Narr zieht mich an!
In seinem Antlitz sitzt jener Drang,
der mich treibt, der mich fängt…
der mich quält und lenkt.
Der Clown zieht betört seinen Schlitten voran,
ihn lockt ein teuflischer Bann.
Hoch, weit und kalt,
weht sein Hauch durch die Nacht,
…verzaubert und bang… schwelgt er bar in der Pracht.
Anatol, du bist mein Knecht!
Ich? Ich bin es.
Cello
Anatol?
Anatol? Wo bist du?
Ein Schrei.
Ich bin…
Ich lebe…
Ich schleiche berauscht durch Winters Prunk.
Tann, ich zähme deine Sünder wie einen Hund!
Leidenschaft mich quält in deiner klammen Welt!
Hier bin ich: Dein Gesell!
Der Teufel führt den Knecht durch Winters Pracht.
Bühnenhaft der Tann, der ihn umhegt in starrer Nacht.
Unheilvoll und stet das Grauen faucht und weht,
Borstig ist der Weg.
Akkordeon (Solo)
Waldfrau trällert.
Dreist mal‘ich den Toten böse Fratzen ins Gesicht,
Ich tünche ihre Wangen und neige sie zum Licht.
Der Clown beklagt den Schauder,
der ihn durch die Tannen treibt.
Dennoch scheint er, bar und kahl,
vor rüdem Mord gefeit.
Ich stapf‘durch Teufels Walde und schau in Abgrunds Spalt.
Die Bosheit fängt mich. .. ein. .. giftig, dunkel und. .. kalt.
Ich schleiche berauscht durch Winters Prunk.
Tann, ich zähme deine Sünder wie einen Hund!
Unheilvoll und stet das Grauen faucht und weht.
Borstig bleibt der Weg.
Waldfrau trällert.
Der Clown schminkt sich betört,
als wär sein Antlitz versehrt.
Er zieht all die Kreuz‘zu den Höfen hinauf
und müht sich gellend zum Schnauf.

Scrivi cosa pensi del testo!

Altre canzoni dell'artista: