| Wütend wälzt sich einst im Bette |
| Kurfürst Friedrich von der Pfalz |
| Gegen alle Etikette |
| Brüllte er aus vollem Hals: |
| Wie kam gestern ich ins Nest? |
| Bin scheint’s wieder vollgewest |
| Wie kam gestern ich ins Nest? |
| Bin scheint’s wieder vollgewest |
| Na, ein wenig schief geladen |
| Grinst darauf der Kammermohr |
| Selbst von Mainz des Bischofs Gnaden |
| Kamen mir benebelt vor |
| War halt doch ein schönes Fest: |
| Alles wieder voll gewest |
| So? Du findest das zum Lachen? |
| Sklavenseele, lache nur! |
| Künftig werd ich’s anders machen |
| Hassan, höre meinen Schwur: |
| 's letzte mal bei Tod und Pest |
| War es, daß ich voll gewest |
| Will ein christlich Leben führen |
| Ganz mich der Beschauung weihn |
| Um mein Tun zu Kontrollieren |
| Trag ich’s in mein Tagbuch ein |
| Und ich hoff, daß ihr nicht lest |
| Daß ich wieder voll gewest |
| Als der Kurfüst kam zu sterben |
| Machte er sein Testament |
| Und es fanden seine Erben |
| Auch ein Buch in Pergament |
| Drinnen stand auf jeder Seit: |
| Nun seid lustig, liebe Leut |
| Dieses geb ich zu Attest: |
| Heute wieder voll gewest |
| Hieraus mag ein jeder sehen |
| Was ein guter Vorsatz nützt |
| Und wozu auch widerstehen |
| Wenn der volle Becher blitzt |
| Drum stoßt an! Probatum est: |
| Heute wieder voll gewest |