| Schwebt ihr Engel, schwarz und leis‘, zu eis’gem Bogenstrich. |
| Fort von Winters vollem Weiß jag ich euch ewiglich. |
| Ihr Englein, schön und kalt, fliegt fort, weit fort in Reih‘und Glied. |
| Im Tannenmeer verhallt (nun) bittersüß mein traurig‘Lied. |
| Liebt des Winters Prunk. Lauscht des Winters Klang. |
| Herb und kalt der Wind sich reget. Fühlt des Winters Fleisch und Drang. |
| Treibend hält der Wind das Blut in all den Herzen still. |
| Wohlig thront im Prunk der Richter nah am Ziel. |
| Schaurig stöhnt er in die Nacht und drückt die Augen zu, |
| als wollt‘er dringlich Englein schauen in ihrer letzten Ruh‘. |
| Liebt des Winters Prunk. Lauscht des Winters Klang. |
| Herb und kalt der Wind sich reget. Fühlt des Winters Drang. |
| Ihr Englein, fliegt und fliegt, ja fliegt empor zu Stern und Nacht, |
| denn Grausamkeit und Prunk verleihen mir Grimm und Macht. |
| O Winter, klirrend kalte Huld! Mir bangt vor eis‘ger Ruh. |
| Schaurig stöhn‘ich die Nacht und drückt die Augen zu… |
| Liebt des Winters Prunk. Lauscht des Winters Klang. |
| Herb und kalt der Wind sich reget. Fühlt des Winters Drang. |