| Fahren zwei durch alle Meere, fahren zwei in einem Boot. |
| Der eine kennt die Sterne, der andre misst das Lot. |
| Sind nicht zu trennen, bleiben vereint, ob Nacht heranzieht, |
| Morgen erscheint. |
| Sie finden zueinander — auf lebenszeit. |
| Steigen zwei auf hohe Berge, |
| Steigen zwei zum Himmel dicht. |
| Der eine blickt die Welt an, der andre sieht das Licht. |
| Noch liegt die Erde flach auf der Hand, |
| Sind sie den Wolken nah und verwandt. |
| Und halten zueinander — auf lebenszeit. |
| Gehen zwei durch laute Strassen, |
| Gehen zwei durch Stein und Rauch. |
| Den einen ruft die Arbeit, den andren Muehe auf. |
| Schon kommen Tage, die man nicht zaehlt. |
| Schon ist entschieden, schon ist gewaehlt. |
| Doch haben sie einander — auf lebenszeit. |
| Sitzen zwei schon I’m Schatten, sitzen da auf einer Bank. |
| Der eine fuehlt sich muede, der andre fuehlt sich krank. |
| Schon ist I’m Leben alles gesagt |
| Schon ist I’m Leben alles gewagt. |
| Sie hielten zueinander — auf lebenszeit. |