| Chagal: |
| Eine schöne Tochter ist ein Segen. |
| Doch ein Segen, der meschugge macht. |
| Denn was soll der Vater tun dagegen, |
| wenn das Weib in seinem Kind erwacht? |
| Er bemerkt zuerst, was an ihr dran ist. |
| Und versteckt sie oder sperrt sie ein. |
| Denn er weiß, weil er ja selbst ein Mann ist, |
| jeder Mann ist irgendwie ein Schwein. |
| (vernagelt die Tür) |
| Schlaf, mein Wuschel-Schätzchen! |
| (vernagelt die Tür) |
| Träum, mein Kuschel-Kätzchen! |
| Niemand darf dich wecken, |
| Niemand dich entdecken. |
| Dir würd's schaden, |
| mir würd's schaden, |
| uns würd's schaden. |
| Bleib bei Papa. |
| Der Gedanke, dass ein geiler Lüstling |
| sie befingert, weckt das Tier in mir. |
| Drum, bevor sie so ein Wüstling küsst, schwing |
| ich den Hammer und blockier die Tür. |
| Dann erst kann ich mich zum Schlafen legen, |
| und mach trotzdem kaum ein Auge zu. |
| Eine schöne Tochter ist ein Segen. |
| Doch die Angst um sie raubt mir die Ruh |
| (vernagelt die Tür) |
| Schlaf, mein Wuschel-Schätzchen! |
| (vernagelt die Tür) |
| Träum, mein Kuschel-Kätzchen! |
| Niemand darf dich rauben |
| Nie werd ich’s erlauben |
| Dir würd's schaden, |
| mir würd's schaden, |
| uns würd's schaden. |
| Bleib bei Papa. |
| Eine schöne Tochter ist ein Segen. |
| Doch ein Segen, der das Herz bedrückt |
| Sie lässt sich an keine Kette legen |
| und das macht den Vater fast verrückt… |
| (gähnt, murmelt) |